[Orte] Thailand – Phang Nga Bay und Hong Island

Hallo ihr Lieben,

heute folgt ein weiterer Thailand Bericht für euch. Genau wie beim Ausflug zu den Similan Islands haben wir uns schon im Voraus festgelegt einen Sea Canoeing Trip in der Phang Nga Bucht, die zum Unesco Weltkulturerbe gehört, zu machen.

Viele Tourveranstalter bieten Ausflüge mit Longtailbooten zum berühmten James Bond Felsen an. Ich hatte jedoch bereits gelesen (und das haben wir vor Ort auch noch einmal gesagt bekommen), dass man bei den teureren Kanutouren noch einmal ganz andere, lohnenswerte Eindrücke bekommt, weshalb wir nach einem solchen Ausflug gesucht haben. Da die meisten thailändischen Verkäufer nicht viel mehr Englisch sprechen als für Ihre Angebotspalette von Nöten ist (oder nicht mehr sprechen wollen, damit man den von ihnen angebotenen Trip bucht ;-)), war es gar nicht so einfach einen anderen Ausflug als den „einfachen“ im Longtailboot zu finden. Wir haben nur ein entsprechendes Angebot gefunden, bei dem wir uns dann aber auch nicht 100%ig sicher waren, ob es sich tatsächlich um den von uns gewünschten Ausflug handelt. Schlussendlich haben wir daher für ca. 3200 Baht pro Person in einem deutschsprachigen „Reisebüro“ gebucht.

Am nächsten Morgen wurden wir schon um kurz vor 04:00 Uhr morgens von einem Kleinbus aus unserem Hotel abgeholt und zum Pier gebracht. Von dort aus sind wir mit einem Fischerboot durch die felsige Phang Nga Bucht gefahren. Das Wasser war um diese Zeit noch sehr ruhig und unsere Reisegruppe konnte ganz allein im Meer zwischen riesigen, bizarren, grün bewachsenen Kalksteinfelsen den Sonnenaufgang beobachten.

   Phag Nga1

Während wir ganz entspannt durch die beeindruckende Feldlandschaft fuhren, kamen wir auch an dem berühmten James Bond Felsen (er ist in Thailand auf so gut wie jeder Ansichtskarte zu sehen und es gibt auch zahlreiche Souvenirs mit/von ihm, in Khao Lak steht sogar ein Brunnen in seiner Form) vorbei, den ich ehrlich gesagt ohne den Fingerzeig unseres Guides übersehen hätte. Der Felsen ist winzig und neben den beeindruckenden anderen Formationen ist einzig und allein die Tatsache, dass eine James Bond Szene mit Roger Moore auf ihm gedreht wurde eine Erklärung für seine Berühmtheit.

Phang Nga5

Nachdem ich diese Enttäuschung verdaut hatte ging es mit unserem ersten Kanustop los. In Schlauchbootkanus, die so schmal waren, dass ich kaum richtig darin Platz finden konnte, wurden wir dicht an den Felsen entlang gefahren und konnten uns auch einige kleine Höhlen von innen ansehen. Es war ein wirklich beeindruckendes Gefühl unter diesen riesigen Felsen hindurch zu fahren und in ihrer Mitte im Boot zu liegen, den Tieren zu lauschen und sich die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen. Interessant fand ich es auch zu sehen, wie viele schwarze Krebse sich auf den scharfen Muschelkanten der Felsen gesonnt haben und was für schöne Quallen wir teilweise im Meer sehen konnten.

Phang Nga4

Von diesen Kanustops hatten wir zwei, ehe wir bei der Insel Koh Hong ankamen. Nur innerhalb eines kurzen Zeitfensters kann man diese Insel mitten im Meer betreten. Wenn das Wasser sich weit genug zurück gezogen hat, wird ein kleiner Strand an einem Felsen freigegeben, von dem aus man durch einen Felstunnel hindurch auf die Insel gelangt. Auch hier ist man wieder von steilen Felswänden umgeben, sitzt jedoch nicht im Kanu, sondern steht mitten im Meer auf dem Grund! Diese Vorstellung beeindruckt mich noch immer sehr! – Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, was für Wunder die Natur schafft. Auf der Insel im Meer stehen einige Mangroven, deren Wurzelwerk wir aus nächster Nähe betrachten konnten. Außerdem gab es in der Höhle viele kleine Schlammspringer, deren tollpatschige Fortbewegung wirklich lustig zu beobachten war. Während unseres Besuchs auf dieser „Insel“ haben wir nur eine weitere Besuchergruppe getroffen, was ich sehr angenehm fand. Massentourismus hätte meiner Meinung nach diese märchenhaften Eindrücke und die ruhige Stimmung mitten im Meer zerstört.

Phang Nga2

Der Hong Island Halt war unser letzter, ehe wir uns entlang der beeindruckenden Felsen auf den Rückweg machten. Etwa auf der Hälfte der Strecke zwischen Pier und Koh Hong, kurz vor einem Mangrovenwald befindet sich ein muslimisches Dorf, das auf Stelzen gebaut mitten im Meer steht. Hier legen viele Reisegruppen einen Stop ein, weshalb die Bewohner dort nahezu alles anbieten: Muscheln (die man gar nicht exportieren darf), Karten, Essen, Schmuck und Bekleidung soweit das Auge reicht. Ich mag solche „Tourimärkte“ nicht und war froh, als wir uns durch die Stände durchgekämpft hatten und in dem Restaurant angelangt waren, in dem es das in dem Ausflugspreis enthaltene thailändische Mittagessen gab. Die Speisen waren wirklich köstlich und bei dem Gedanken an die frittierten Shrimps läuft mir noch heute das Wasser im Mund zusammen!

Phang Nga3

Nachdem wir uns ausreichend gestärkt hatten, ging es zurück ins Hotel, wo wir den Tag mit einem kleinen Strandspaziergang haben ausklingen lassen.
An unseren Phang Nga Bay Ausflug denke ich ebenso gern zurück, wie an die Similan Islands. Unseren Ausflug kann ich all denjenigen ans Herz legen, die sich für die Natur und Ihre Wunder interessieren. Ich denke, dass der Mehrwert des Kanuausflugs zur Insel Koh Hong den höheren Preis durchaus rechtfertigt. Die reine James Bond Island Tour würde ich nach meinem Erlebnis nicht empfehlen.

Liebe Grüße
eure

2 thoughts on “[Orte] Thailand – Phang Nga Bay und Hong Island

  1. Hallo Judith,
    na da habe ich ja schon einen Punkt mehr auf der Liste was ich in Thailand noch alles sehen und machen möchte!
    Tolle Bilder, klingt nach einem lohnenswerten Ausflug!
    Viele Grüße
    Steffi

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