[Orte] Sardinien – Der Norden und der Nordosten

Hallo ihr Lieben,

lange war es still auf dem Blog und zurück melde ich mich in der Vorweihnachtszeit mit Strand- und Meerbildern. Im Oktober haben wir uns nach einem stressigen Jahr mit Umzug und Jobsuche eine kleine Auszeit genommen und Urlaub auf Sardinien gemacht. Den Urlaub haben wir spontan geplant und das Ziel gewählt, das uns als erstes (ok – als zweites ;-)) in den Sinn kam: Sardinien. Wir wollten nicht lange fliegen, Meer, Sonne und Ruhe genießen.

Gebucht haben wir die Flüge und das Hotel im Reisebüro. Damit haben wir bei unserem letzten Urlaub gute Erfahrungen gemacht. Eine Hotelunterkunft war unser großer Wunsch, damit wir uns in den Urlaubstagen keine Gedanken um irgendwelche Haushaltstätigkeiten machen mussten. Um vor Ort flexibel zu sein und mehr sehen zu können, haben wir uns schon vor dem Urlaub um einen Mietwagen gekümmert.

Unser gewähltes Hotel Airone liegt im Nordosten der Insel zwischen Baja Sardinia, Cannigione und Arzachena. Sein bunter Anstrich verleiht dem Hotel etwas Niedliches. Es gibt nicht allzu viele Zimmer, sehr freundliches Personal, einen kleinen Pool (der leider nicht beheizt ist), einen Spielplatz, eine Bocciabahn und einen Tennisplatz. Wir haben das Hotel nur mit Frühstück gebucht und abends auswärtig gegessen. Die Pizzeria La Ruota, die zwischen Porto Cervo und Arzachena liegt, können wir sehr empfehlen! Einen kleinen Strand konnten wir vom Hotel aus fußläufig in zehn Minuten erreichen, die schöneren Strände sind wir mit dem Auto angefahren.

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Wir haben es so gehalten, dass wir nur jeden zweiten Tag etwas unternommen haben und ansonsten am Pool, auf unserer Terasse, in der Lobby oder auf dem Zimmer gelesen und Karten gespielt haben. Auch den Tennisplatz und die Bocciabahn haben wir genutzt. Tennis hat in dem Hotel jeder gespielt, egal ob derjenige es konnte oder jeder Ballwechsel nach dem ersten Überqueren des Netzes geendet hat. Im Pool war ich nur ein einziges Mal. Auf der Liege wurde es nur in der prallen Sonne richtig warm (im Oktober ist es eben auch auf Sardinien nicht mehr sooooo warm) und das Wasser war wirklich sehr kalt.

Porto Cervo, die Stadt der Schönen und Reichen, mit den großen Jachten am Hafen ist wunderschön. Aber auch entlang der Costa Smeralda konnten wir wunderschöne Ecken, leere Strände und Trampelpfade entlang der Küste entdecken. Der im Hotel angepriesenen Markt in San Pantaleo konnte uns nicht wirklich begeistern: Sardischer Honig und ansonsten nur Tuchwaren, Schmuck und andere Souveniers – Solche reinen Touristen-Märkte gefallen mir nicht. Das Bergstädtchen ist aber ganz hübsch anzusehen und von dort aus kann man auch weiter über Portisco, Capriccioli, Romazzino und Porto Cervo die Küste entlang fahren und den einen oder anderen Abstecher zu Fuß an einen verlassenen Strand machen.

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In Arzachena haben wir das Nuraghe La Prisgiona und das Tomba di giganti Coddu Vecchju besichtigt. Die beiden archäologischen Stätten liegen nicht weit auseinander, sodass man zu Fuß von einem zum anderen gehen kann. Das Tomba di giganti Coddu Vecchju, eine Grabstätte mit Hühnensteinen, lohnt sich meiner Meinung nach nicht unbedingt, die Gefängnisanlage hingegen schon. Auf dem Weg zwischen den beiden Stätten haben wir unsere erste Landschildkröte gesehen. Die süßen Tiere sind uns auf Sardinien öfter über den Weg gelaufen – später sogar im Hotel.

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Ein Highlight für mich war der Tagesausflug zum Capo D´orso und zur Nachbarinsel La Maddalena. Sardiniens Küsten sind sehr steinig und felsig und die Natur hat formationstechnisch wirkliche Wunder vollbracht. Steine finde ich schon seit meiner Kindheit faszinierend und kann mich auch dementsprechend für von der Natur geschaffene Tierformationen begeistern. Vom Capo D´orso, dem Bärenfels, habe ich schon vorab viel gelesen und musste Meister Petz im Urlaub unbedingt einen Besuch abstatten. Den majestätischen Bären konnte ich schon auf dem Weg von Cannigione nach Palau bestaunen und musste ihn unbedingt auch von Nahem ansehen. Der Weg auf den Felsen ist ausgebaut und dank Treppenstufen und Geländer leicht zu gehen. Oben angekommen war es sehr windig und die Bärenform war aus der unmittelbaren Nähe leider nicht mehr wirklich zu erkennen. Dennoch hat sich der Weg allein zum Bestaunen der Felsen und für die Blicke auf die nah gelegene Isola Santo Stefano und auf den nahegelegenen alten Militärstützpunkt gelohnt.

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Nach La Maddalena sind wir mit der Autofähre gefahren, haben das Hafenstädtchen zu Fuß erkundet, an der Promenade einen Espresso getrunken und sind dann die Küste mit unserem Auto abgefahren. Auf der Insel war kaum etwas los und wir konnten die Zeit und die Ausblicke in Ruhe genieße, bis wir abends mit der vorletzten Fähre wieder zurück nach Palau gefahren sind.

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Der Ausflug, der mir persönlich am besten gefallen hat, ging auf die Halbinsel Capo Testa im Norden Sardiniens. Wir haben den Trip mit einem kleinen Abstecher in das Städtchen Santa Teresa Gallura verbunden. Capo Testa bietet tolle Möglichkeiten für kleine Wanderungen, fantastische Ausblicke auf Meer und Felsen und zwei sehr schöne und unterschiedliche Sandstrände. Wir haben diesen Ausflug kurz vorm Ende unseres Urlaubs gemacht und ich hatte leider bereits einen Sonnenbrand auf dem Scheitel, weshalb ich meine Kopfhaut total modisch mit einem Halstuch vor weiteren Sonnenschäden geschützt habe.

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Insgesamt war es ein sehr schöner Urlaub auf Sardinien! Die Landschaft hat mir wirklich gut gefallen und ich liebe das Meer! Durch die späte Reisezeit konnten wir noch ein wenig Sonne tanken, bevor wir dann in Deutschland in den Herbst/Winter gestartet sind.

Zu Hause genieße ich mittlerweile aber auch die Vorzüge der kalten, nassen Jahreszeit und entspanne bei Kerzenschein auf dem Sofa, während der Regen an die Fenster prasselt. Seit einigen Wochen bringe ich mir das Stricken bei und gestern haben wir unsere ersten Weihnachtsplätzchen gebacken – So hat eben doch jede Jahreszeit etwas Schönes an sich.

Ich wünsche euch einen guten Start in den Dezember!

Wo habt ihr dieses Jahr Urlaub gemacht? Habt ihr schon Reisepläne für das nächste Jahr?

Liebe Grüße
eure

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